Neil Young Privat

Foto: 2 km vor Neil´s Broken Arrow Ranch in La Honda / CA

Neil Percival Young

Neil Percival Young wurde am 12. November 1945 in Toronto, Ontario geboren. Der kanadische Rockmusiker tritt mit der Band Crazy Horse, aber auch als Solokünstler und mit vielen anderen Bands und Künstlern auf. Er gilt als Godfather of Grunge. Zu seinen populärsten Titeln gehören The Needle and the Damage Done, Heart of Gold, Cinnamon Girl, Sugar Mountain, Like a Hurricane, Rockin’ in the Free World und Hey Hey, My My. Youngs Karriere begann 1966 mit der Band Buffalo Springfield und dauert bis heute an.

Kindheit

Neil Young wurde am 12. November 1945 in Toronto als Sohn von Scott Young und dessen Frau Rassy Ragland Young geboren. Sein Vater war ein angesehener Sportjournalist und Autor zahlreicher Bücher, unter anderem von „Neil & me“ (1984) über die Beziehung zu seinem Sohn. Neil verbrachte seine ersten Jahre in Omemee, Ontario, einer ländlichen Kleinstadt. Er überstand mehrere schwere Erkrankungen, darunter Diabetes, Epilepsie und im Alter von sechs Jahren eine Polioinfektion, die seine linke Körperhälfte bleibend geschädigt hat und ihm bis heute einen leicht hinkenden Gang beschert. Die Erinnerungen an diese Zeit verarbeitete er später in dem Song Helpless. Er verbrachte ein Jahr in New Smyrna Beach, Florida (seine Mutter ließ sich dort später dauerhaft nieder), um sich zu erholen. Als er zwölf Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Daraufhin zog er mit seiner Mutter nach Winnipeg, Manitoba, der ursprünglichen Heimat ihrer Familie.

Privates

Neil Young war Anfang der 1970er Jahre mit der Schauspielerin Carrie Snodgress liiert und hat mit ihr einen Sohn namens Zeke. 1978 heiratete er Pegi Morton, mit der er einen Sohn (Ben, * 1978) und eine Tochter (Amber Jean, * 1984) hat. Beide Söhne erkrankten an infantiler Zerebralparese.

Seine Frau Pegi und er gründeten 1986 die Stiftung Bridge School, in der mehrfach behinderte Kinder eine Ausbildung erfahren können. Für diese Stiftung findet jährlich ein Konzert statt, auf dem schon namhafte Künstler wie Bonnie Raitt, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Tom Petty und viele andere aufgetreten sind.
Nachdem Young bei sich selbst (während Aufnahmearbeiten) hatte Sehstörungen feststellen und infolgedessen sogar Auftritte absagen müssen, ließ er sich Ende März 2005 in einem New Yorker Krankenhaus wegen eines potenziell lebensgefährlichen Hirn-Aneurysmas erfolgreich operieren – kurz nach dem minimalinvasiven Eingriff musste er sogar reanimiert werden, weil die bei dem Eingriff benutzte Arterie aufgeplatzt war. Doch schon im darauf folgenden April konnte er beim kanadischen Live 8 Konzert wieder auftreten.
Im Juni 2005 starb sein Vater, der Schriftsteller Scott Young, im Alter von 87 Jahren. Aus zwei weiteren Ehen hatte er fünf Töchter, Astrid Young ist eine von Neils Halbschwestern.
Neil Young hat einige Projekte zur Verbesserung der Lage der Ureinwohner in Nordamerika unterstützt.

Stil

Neil Young spielte im Laufe seiner Karriere unterschiedliche Musikrichtungen. Auf den Alben der 1970er Jahre sind sowohl Folk-Rock- und Hard-Rock-Songs als auch akustische Singer-Songwriter-Stücke mit Geigen und Slidegitarren vertreten. In den 1980er Jahren fiel er durch besonders extreme Stilwechsel auf. Nach seinen erfolgreichen Alben Rust Never Sleeps und Live Rust von 1979 brachte er zwei Jahre später mit Re*ac*tor ein minimalistisches Album auf den Markt, das sowohl bei Kritikern als auch bei vielen Fans durchfiel. Auf dem folgenden Album Trans brachte er verstärkt elektronische Elemente ein. Danach kam ein Rock’n’Roll-Album (Everybody’s Rockin’), dem wieder ein Country-Album (Old Ways) und ein Swing-Album (This Note’s For You) folgten. Zu Beginn der 1990er Jahre avancierte Neil Young durch sein freundschaftliches Verhältnis zu Kurt Cobain und die Zusammenarbeit mit Pearl Jam auf seinem Album Mirror Ball zum „Godfather of Grunge“. In dieser Zeit legte er bei den Konzerten an Härte und Improvisationslust zu. Sein Spätwerk wiederum ist geprägt von akustischem Gitarrensound, weiblichem Backgroundgesang und ruhigeren Arrangements.
Neil Young spielt meist Gitarre, aber auch Mundharmonika, Klavier, Orgel oder Harmonium. Beim Spiel auf der akustischen Gitarre bemühte er sich anfangs um ausgefeilte Pickings und Riffs (My, My, Hey, Hey, Thrasher, The needle and the damage done, Old Man), später zeigte er dann eher einfaches Akkordspiel. E-Gitarre spielt er mit einer Reihe selbstgebauter Effektgeräte, deren Einsatz einen hohen Wiederkennungswert ergibt. Besonders bei Konzerten kam es nach seiner Annäherung an den Grunge zu ausschweifenden Solopassagen. So z. B. bei Like A Hurricane – in der Studioversion eine achtminütige Rock-Ballade; das Stück erreichte in der Live-Version auf Weld durch ein minutenlanges Solo in verzerrtem Sound und die Bearbeitung der Saiten mit Fäusten und Füßen einen akustischen Hurricane intonierend eine Länge von 14 Minuten.

Instrumente und Ausrüstung

Zu Zeiten von Buffalo Springfield spielte Young eine Gretsch 6120 (Chet Atkins), bei Crosby, Stills, Nash & Young kam hauptsächlich eine White Falcon derselben Firma zum Einsatz. Danach wechselte er zu einer Gibson Les Paul aus dem Jahr 1953. Dieses von ihm „Old Black“ getaufte Instrument ist bis heute seine Haupt-E-Gitarre. Es handelt sich um eine Goldtop, die von einem Vorbesitzer mit schwarzer Farbe besprüht und später von Young mit einem Bigsby Vibrato ausgerüstet wurde. Der Hals-pickup von „Old Black“ ist ein (wahrscheinlich originaler) P 90-Single Coil. Der Steg-pickup, auf dem Young meistens spielt, ist ein Mini-Humbucker aus einer Gibson Firebird und neigt zu extremer Mikrophonie. Young setzt ihn in der Regel ein, wenn aggressive Feedback-Sounds gefragt sind. Bemerkenswert ist zudem, dass die Bünde dieser Gitarre extrem flach sind: Nachdem Youngs Gitarrentechniker Larry Cragg ihm die stark abgespielten alten Bünde ausgetauscht hatte, musste er die neuen so weit wie möglich herunterfeilen, damit Young wieder zufrieden war. Zusätzlich ist die Saitenlage extrem flach eingestellt, so dass die Saiten bei stärkerem Anschlag auf dem Griffbrett schnarren.
Als Verstärker nutzt Young einen 20 Watt „Fender Tweed Deluxe“, in den ein C12N Jensen-Speaker eingebaut ist. Young hat den Amp aus dem Jahr 1959 im Jahr 1967 erworben. Daneben besitzt Young „einen ganzen Schuppen voll“ alter Fender-Verstärker, die er hauptsächlich als Ersatzteillager nutzt.
Der Verstärker wird ferngesteuert mithilfe eines von Young erdachten Gerätes namens „Whizzer“, das die Verstärker-Potentiometer mittels Elektromotoren bedient und so erlaubt, vorab festgelegte Einstellungen abzurufen. An Effekten benutzt Young ein MXR Analog Delay, einen Mu-Tron Octave Divider, einen Boss BF-2 Flanger, ein Tube-Echoplex Bandecho und ein Alesis MicroVerb. Die Effekte sind fest verdrahtet, um Verluste im Signalweg zu vermeiden.
Bei Neil Youngs Akustikgitarren ist vor allem eine Martin D-28 aus den 1940er Jahren erwähnenswert. Die Gitarre gehörte früher Hank Williams, der sie bei seinem letzten Auftritt 1951 in der Grand Ole Opry spielte. Diese Gitarre wird in dem Film Heart of Gold (2006) thematisiert. Daneben setzt Young eine ebenfalls sehr alte Martin D-18 ein. Das Album Harvest spielte er mit einer Martin D-45 ein, die er 1967 von Stephen Stills bekommen hat. An 12-saitigen Gitarren verwendete Young früher Guild, mittlerweile hat er zu Taylor (Modell 855) gewechselt.

Sonstiges

2007 benannten die Biologen Jason Bond und Norman Platnick eine von ihnen in den Vereinigten Staaten neu beschriebene, im US-Bundesstaat Alabama heimische, Spinnenart aus der mygalomorphen Familie der Cyrtaucheniidae nach Neil Young: Myrmekiaphila neilyoungi.[30][31] Sie würdigten Neil Young damit für sein soziales Engagement für den Frieden im Laufe seiner musikalischen Karriere.
Im Jahr 2009 wurde Neil Young als Der letzte Hippie, der noch immer anders ist auf Platz 79 der 100 Menschen, die Amerika verändern des Rolling Stone Magazine gewählt.
Young spielte am 28. Februar 2010 bei der Abschlussfeier der XXI. Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver während des Erlöschens des Olympischen Feuers das Lied „Long may you run“.

Quellennachweis: Die Texte auf dieser Seite sind der deutschen Wikipedia entnommen. https://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young Die Texte der Wikipedia stehen unter GNU Free Documentation License.

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